Samstag, 3. September 2016

im Vortragssaal 005
der Volkshochschule
am 
Domfreihof in Trier

Näheres finden Sie unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen"

Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Netzwerk Nahtod-Erfahrung
durchgeführt und ist aus unserer Mitgliedschaft in diesem
Netzwerk entstanden.

Link zur Internetseite des Netzwerks

Geht das Bewusstsein mit dem Tod verloren?

Diese Frage betrifft nicht nur Philosophen und religiöse Men-schen, nein, sie hat konkrete Auswirkungen auf jeden von uns.
Die Medizin legt Ihre Antwort fest und setzt sie in die Tat um und die Gesetzgebung schafft freie Bahn für diese Taten.
Doch lassen sich die alten Sichtweisen weiter aufrechterhalten? Selbst bei nichtreligiösen Menschen, die sich diese Frage noch nicht ernsthaft stellen, kann der traditionelle enge religiöse Rahmen vergangener Jahrzehnte an die Stelle der eigenen Suche treten. Die alten Vorstel-lungen sind solange präsent, bis sie bewusst reflektiert werden. Das Forum Spirituale fördert jedoch eigenständiges Glauben, Wahrnehmen und Denken und hat, um diese drei Aspekte zu bedienen, drei Experten dazu eingeladen.

Um die engen religiösen Rahmen aufzulösen, knüpfen wir dort an und präsentieren einen erfrischend offenen Theologen mit visionären und brisanten Thesen, der zu den spannendsten Theologen in Deutschland gehört.

Ebenso haben wir eine Frau eingeladen, die jenseits aller Theorie über praktische authentische Erfahrung verfügt und die Zuhörer gerne an Ihrem Erleben teilhaben lassen möchte.

Wir vervollständigen die Betrachtung mit einem mutigen Naturwissen-schaftler, für den die Biologie des Menschen nur dann vollständig erfasst ist, wenn auch Erfahrungen in Grenzzuständen untersucht und in das moderne Menschenbild integriert werden.

Die Beweggründe für diese Vortragsreihe

Unsere Vorstellungen vom Bewusstsein sind von der Religion geprägt, doch die moderne Nahtod-Forschung erweitert unser Weltbild und unsere Vorstellungen von Leib und Seele.

Bereits im frühen Christentum entstanden Kontroversen in Bezug auf das Verhältnis von Körper, Geist und Seele. Das bisher auf Glauben basierte Weltbild wurde später durch die Entdeckungen der Wissenschaft völlig umgestoßen. Allerdings hat man sich hierbei auf messbare Materie beschränkt und nichts anderes mehr gelten lassen. Nach der Ebene der beweisbaren Gültigkeit gelangen wir heute in die Ebene der individuellen Erfahrung.

Das Forum Spirituale führt diese Erkenntnisentwicklung vor Augen und ermöglicht auch, live einen solchen Erfahrungsbericht zu erleben.

Mit dieser Reihe ergänzen wir unsere vorige Veranstaltung über das komplexe Thema mit neuen Fakten, Erkenntnissen und Ansätzen.

Im November 2014 veranstalteten wir eine Tagung an der Universität Trier zum Thema "Hirntod". Die Definition des "Hirntodes" wird als Grundlage für die Organtransplantation genommen.
Die Kernaussage des "Hirntodes" ist, dass der Mensch in diesem Zustand wirklich tot ist und also keinerlei Bewusstsein mehr existiert. Daraus leitet man die Berechtigung ab, aus lebenden Körpern lebende Organe zu entnehmen.
Dass dabei dann der Körper endgültig stirbt, spielt also nun (dank der Definition) keine Rolle mehr.
Ob aber nun das Bewusstsein im Körper selbst sitzt, oder ob es unabhängig davon existiert und man hiermit doch Menschen tötet
wurde in der Tagung kritisch hinterfragt.
Mit dieser zweiten Tagung über das Bewusstsein setzen wir nun die Fragestellung fort.